Unser Leistungsspektrum der Chirurgischen Klinik I

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Endokrine Chirurgie (SchilddrÜsenchirurgie und NebenschilddrÜse)

Die Schilddrüse kann Ausgangspunkt für zahlreiche Erkrankungen sein, die unter anderem zu Störungen des Hormonstoffwechsels führen und eine Unter- oder Überfunktion der Schilddrüse hervorrufen können.

Lage und Funktion der Schilddrüse
Die Schilddrüse umfasst schmetterlingsförmig die Luftröhre von beiden Seiten, sie befindet sich vorne unterhalb des
Kehlkopfes.
Als Hormonbildner gehört die Schilddrüse zu den endokrinen Organen, wie zum Beispiel auch die Nebennieren und Nebenschilddrüsen. Das Schilddrüsenhormon, zu dessen Herstellung Jod benötigt wird, reguliert insbesondere die Aktivität von Stoffwechselvorgängen und hat damit Einfluss auf sehr viele Körperfunktionen. In den so genannten C-Zellen der Schilddrüse wird außerdem Calcitonin gebildet.
Der Begriff „Kropf“ beschreibt eine Vergrößerung der Schilddrüse, sagt aber über eine zugrundeliegende Erkrankung nichts aus.

Untersuchungsverfahren
Entscheidend zum Nachweis von Knoten und Tumoren der Schilddrüse, aber auch zur Beurteilung der Größe des
Organs ist die Ultraschalluntersuchung.
Die Szintigraphie trifft eine Aussage zur Aktivität des gesamten Organs oder einzelner Knoten: Der so genannte „kalte“ Knoten ist ein szintigrafischer Befund. Der kalte Knoten
besteht aus nicht hormonaktivem Gewebe. Abhängig von Größe und Verlauf besteht bei einem geringen Teil der
kalten Knoten die Wahrscheinlichkeit, dass Schilddrüsenkrebs vorliegt. „Heisse“ Knoten können eine Schilddrüsenüberfunktion verursachen, müssen aber keineswegs immer operiert werden.
Bei der Punktionscytologie werden mit einer Spritze Zellen aus einem Knoten gewonnen und mikroskopisch untersucht,
um zu analysieren, ob Schilddrüsenkrebs vorliegt.
Blutuntersuchungen dienen dem Nachweis von Über- und Unterfunktionszuständen der Schilddrüse und seltenerer
Erkrankungen.

Die Schilddrüsen-Operation

Welche Erkrankungen der Schilddrüse sollten operiert werden?
Es gibt sehr viele, ganz unterschiedliche Erkrankungen der Schilddrüse; ein Teil davon kann nur durch eine operative
Behandlung geheilt werden.
Am häufigsten werden Knotenbildungen operiert, insbesondere szintigraphisch „kalte“ Knoten, da diese – wenn auch
selten – bösartig sein können. Unbedingt erforderlich ist die Operation dann, wenn ein hinreichender Ausschluss von
Schilddrüsenkrebs ohne Operation nicht gelingt.
Weitere Gründe für eine Operation sind die durch die Vergrößerung der Schilddrüse (Kropfbildung) verursachten
mechanischen Einengungen und Verdrängungen der Luftröhre sowie Überfunktionszustände der Schilddrüse, die
durch andere Behandlungsmethoden nicht entsprechend gut behandelt werden können.
Gerade in Jodmangelgebieten liegen häufig Kombinationen von heißen und kalten Knoten mit gleichzeitiger Kropfbildung
vor. In diesen Fällen ist die Operation anderen Behandlungsmethoden überlegen.

Verfahren und Ziele der Operation
Wenn eine Operation an der Schilddrüse sinnvoll ist, sollte möglichst das gesamte krankhafte Gewebe, insbesondere
Knoten, auch komplett entfernt werden. Nur so ist einerseits ein sicherer Ausschluss beziehungsweise Nachweis
bösartiger Erkrankungen möglich, andererseits ist sonst die Gefahr eines Wiederauftretens der Erkrankung sehr hoch
(Rezidivstruma). Dies könnte einen späteren Zweiteingriff mit erheblich erhöhten Risiken erforderlich machen.
Soweit möglich und sinnvoll, verbleibt selbstverständlich gesundes Gewebe, um die Funktion des Organs weitgehend
zu erhalten. Das Ausmaß der Schilddrüsenentfernung muss sich dementsprechend an der Art und Ausprägung der vorhandenen Erkrankung orientieren. Oft kann die endgültige Entscheidung darüber erst während der Operation getroffen
werden.
Denkbar sind die Entfernung einzelner Knoten mit einem Saum gesunden Gewebes, die (Teil-) Entfernung eines oder beider Schilddrüsenlappen bis hin zur Entfernung des gesamten Organs. Letzteres Verfahren ist nicht selten auch
bei gutartigen Schilddrüsenerkrankungen mit komplettem knotigen Umbau sinnvoll. Bei Schilddrüsenkrebs ist dieses
Operationsverfahren die Regel, meist verbunden mit der Entfernung der Halslymphknoten.
Falls die Diagnose „Schilddrüsenkrebs“ erst nach der Operation anhand der Histologie zweifelfrei gestellt werden
kann, muss ein Zweiteingriff kurzfristig erfolgen. Die Prognose bösartiger Erkrankungen der Schilddrüse ist in der
Regel sehr gut.

Operationstechnik, Risiken, Komplikationen

In Vollnarkose wird über einen kleinen Querschnitt in der Halsmitte die Schilddrüse freigelegt. Nach Identifikation
der Stimmbandnerven und Nebenschilddrüsen wird das erkrankte Gewebe von Gefäßen isoliert und entfernt.
Zur Vermeidung von Verletzungen der Stimmbandnerven wird der Eingriff mit Lupenbrille und Neuromonitoring (Nervenstimulation intraoperativ) durchgeführt. Stimmbandlähmungen, verbunden mit Heiserkeit unterschiedlichen Ausmaßes, treten in der Mehrzahl der Fälle vorübergehend auf. Eine doppelseitige Stimmbandlähmung stellt eine extreme
Seltenheit dar.
Die Nebenschilddrüsen werden vorsichtig von der Schilddrüse abpräpariert oder in die Halsmuskulatur transplantiert,
wenn sie anders nicht zu erhalten sind. Bei ausgedehnten Schilddrüseneingriffen kann es aufgrund von Durchblutungsstörungen zu meist vorübergehenden Funktionsstörungen der benachbarten Nebenschilddrüsen kommen. Dies kann zu Kribbelgefühl, selten zu Krämpfen führen. Eine bleibende Schädigung der Nebenschilddrüsen sind die Ausnahme.
Nachblutungen kurz nach der Operation bedürfen in der Regel einer operativen Revision. Eine Eigenblutspende
ist nicht sinnvoll. Eingelegte Wunddrainagen werden am Folgetag entfernt.

Die Nachbehandlung
In der Regel erholt man sich von einer Schilddrüsenoperationsehr rasch, die stationäre Behandlung ist nur für wenige Tage
erforderlich. Wenn genügend Schilddrüsengewebe für eine normale Funktion verblieben ist, ist als Prophylaxe gegen erneute Knotenbildung in der Regel die Jodeinnahme in Tablettenform zu empfehlen. Bei zu wenig verbliebenem Schilddrüsengewebe ist eine Aufrechterhaltung der normalen Funktion mit Schilddrüsenhormontabletten lebenslang erforderlich. Bei richtiger Dosierung sind Nebenwirkungen nicht zu erwarten.

Informationen zu Schilddrüsenoperationen erhalten sie auch als Flyer (Pdf)

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Gesamte Bauchchirurgie (inkl. laprosk. Operationen von Galle, appendix, colon, milz, magen, leber, etc)

 

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Proktologie

Diagnostik und Behandlung sämtlicher Erkrankungen des Afters und Enddarms, insbesondere:

  • Hämorrhoiden
  • Analfissuren
  • Tumoren
  • Fisteln und Abszesse
  • Morbus Crohn
  • Inkontinenz
  • Anal- und Rektumprolaps

Wir führen unter anderem folgende Behandlungen durch:

  • Operation von Erkrankungen des Darmausgangs
  • Beseitigung von Hämorrhoiden, Analfisteln und Analfissuren
  • Versorgung eines Darmvorfalls oder einer Schließmuskelschwäche
  • Behandlung der Inkontinenz

Enddarmleiden sind außerordentlich weit verbreitet. In Mitteleuropa leidet jeder zweite Erwachsene früher oder später unter Erkrankungen in diesem Bereich. Oft werden die Beschwerden über einen langen Zeittraum verschwiegen. Aus falscher Scham wird fachliche Hilfe nicht, oder erst nach langer Leidenszeit aufgesucht. Ursachen für Enddarmbeschwerden kann jedoch am besten Ihr Arzt feststellen - und er kann rechtzeitig die richtige Behandlung für Sie einleiten. Die Proktologie hat in den letzten Jahrzehnten in der Allgemeinchirurgie einen so großen Stellenwert eingenommen, dass es regelrecht als Spezialgebiet in dem weiten Feld der Chirurgie anerkannt ist. Der Proktologe (Spezialist für Enddarmerkrankungen) behandelt die Erkrankungen des Enddarms und des Dickdarms. Er kann beurteilen, um welche Erkrankung es sich handelt und wie am besten Abhilfe geschafft werden kann.

Sie sollten unbedingt zu Ihrem Hausarzt gehen,

  • wenn Blutungen oder Schleimabsonderungen im Stuhl auftreten
  • wenn Sie Stuhlunregelmässigkeiten feststellen z.B. Verstopfungen und Durchfall im Wechsel, zunehmender Blähbauch
  • wenn Beschwerden im Analbereich wie Jucken, Brennen oder Druckgefühl nicht rasch abklingen

Weitere Informationen erhalten Sie in unserem Darmzentrum

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Inkontinenz- und Beckenbodenzentrum

Um die Funktionsstörungen von Blase, Enddarm, Beckenboden und die Lageveränderung der Organe des Beckens optimal behandeln zu können, haben sich die Abteilungen Gynäkologie und Geburtshilfe, Viszeralchirurgie und Innere Medizin des Krankenhauses Vilsbiburg zusätzlich mit urologischen Kooperationspartnern zu einem interdisziplinären Kontinenzzentrum zusammen geschlossen.

Im Rahmen unseres Beckenbodenzentrums bieten wir aber auch Hilfe an bei einer Vielzahl weiterer Probleme im Damm, After- und Genitalbereich wie Senkungsbeschwerden verschiedener Schweregrade, Hämorrhoidalleiden, Fisteln, Ekzem und Juckreiz.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Seite des Inkontinenz- und Beckenbodenzentrums

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Endoskopische Chirurgie (Minimal-invasive chirurgie)

  • Laparoskopische Entfernung der Gallenblase (Endoskopische Cholecystektomie)
  • Laparoskopische Entfernung des Blinddarms (Endoskopische Appendektomie)
  • Diagnostische Laparoskopie bei  unklaren Bauchschmerzen und bei Verwachsungen in der Bauchhöhle
  • Laparoskopische Versorgung von Leistenbrüchen (TEP, TAPP): Endoskopischer Verschluss von Leistenbrüchen, insbesondere im Wiederholungsfall, mittels Einlage eines Kunststoffnetzes (TEP, TAPP)
  • Laparoskopische Dickdarmentfernung / Endoskopische Dickdarmoperationen bei gut- und bösartigen Erkrankungen
  • Laparoskopische Fundoplicatio bei Reflexösophagitis
  • Endoskopische Verschlüsse von Narbenbrüchen (IPOM)
  • Endoskopische Operationen bei Refluxkrankheit oder Zwerchfellbrüchen

Minimal-Invasive Chirurgie ist die sogenannte "Schlüsselloch-Chirurgie" bzw. das Operieren mit Spezialinstrumenten über kleine Hautschnitte, mit verringerter Belastung für den Patienten und kürzerem Krankenhausaufenthalt. Bei der Operation werden über winzige Röhren Mikroinstrumente und Videokamera in die Körperöffnung eingeführt. Standardoperationen sind Gallenstein-, Gallenblasen-, sowie Blinddarmentfernungen, Leistenbruchbehandlungen und die Beseitigung von Zysten.

Eine Besonderheit stellt hier die sog. „Nadel-Laparoskopie“ dar. Wir operieren hier mit noch feineren Instrumenten, sodaß die entstehenden Narben fast nicht mehr erkennbar werden. Diese OP-Technik „ohne Narben“ kommt prinzipiell für alle Patienten in Frage und kann bei Wunsch durchgeführt werden.

In der Chirurgie der Leisten- und Bauchwandbrüche setzen wir bei Bedarf Kunststoffnetze ein. Hier kommt überwiegend ein hochmoderner Verbundwerkstoff zwischen einer Kunstfaser (Polypropylen) und Titan zum Einsatz. Dieses Material zeichnet sich durch eine sehr gute Gewebeverträglichkeit aus.

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Chronische Wunden

 

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