Interdisziplinäres Adipositaszentrum
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Das interdisziplinäre Adipositaszentrum ermöglicht eine enge fachübergreifende Zusammenarbeit aller an der Diagnostik und Behandlung von Adipositas beteiligten Experten.

Spezialisten aus den Fachbereichen

• Innere Medizin
• Adipositas-Chirurgie
• Ernährungsberatung
• Diabetesberatung
• Physiotherapie
• Psychologie
• Plastische Chirurgie

arbeiten aktiv Hand in Hand - mit dem Ziel, jedem einzelnen Patienten die beste Therapie zukommen zu lassen; und das auf höchstem medizinischen und therapeutischen Niveau. Das gebündelte Fachwissen und die Erfahrung spezialisierter Ärzte und Therapeuten sind die Grundlage für einen hohen Heilungserfolg und eine gute Begleitung in allen Behandlungsstadien.

Prof. Dr. Johannes Schmidt, Leiter des Adipositaszentrums Landshut, verfügt über langjährige und fundierte Erfahrung auf diesem Gebiet. Er ist Mitglied in der Deutschen Gesellschaft für Chirurgie der Adipositas sowie der Internationalen Gesellschaft für Adipositaschirurgie (IFSO). Bereits seit mehr als 14 Jahren operiert er erfolgreich Adipositaspatienten und konnte so Gewichtsreduktionen von bis zu 120 Kilogramm bei den Patienten erreichen.

Im Krankenhaus Landshut-Achdorf gibt es seit 2010 das multidisziplinäre Adipositaszentrum. Im Adipositaszentrum Landshut wird die Diagnostik und Behandlung von adipösen Menschen nach einem strukturierten Ablauf vorgenommen. Ziel ist die multimodale Behandlung von Adipositaspatienten.

In Landshut-Achdorf gibt es spezielle Krankenzimmer – mit je zwei Betten oder als Einzelzimmer buchbar – für stark übergewichtige Patienten: Das Mobiliar ist entsprechend belastbar, die Duschen sind breiter, die Aufhängung der Toiletten verstärkt. Zusätzlich gibt es eine spezielle Hebevorrichtung. Auch für die medizinische Untersuchung und Behandlung ist das Adipositaszentrum Landshut bestens ausgerüstet: Entsprechende Operationstische, große Ultraschall- und Computertomographie-Geräte der modernsten Generation stehen zur Verfügung.

 

Multimodales Therapieverfahren

In interdisziplinärer Zusammenarbeit wird im Adipositaszentrum die für die Patienten jeweils beste therapeutische Alternative gesucht.

Chirurgische Behandlungsverfahren erfolgen meist, nachdem unterschiedliche Therapiemöglichkeiten bereits umgesetzt wurden. Neben der Adipositaschirurgie werden im Adipositaszentrum Landshut auch konservative Therapieverfahren wie Ernährungsberatung, Physiotherapie und Sportprogramme angeboten. Auch eine Selbsthilfegruppe befindet sich gerade in Gründung.

Konservative Therapieansätze

Die konservativen Therapieansätze verfolgen ein so genanntes interdisziplinäres Konzept. In Landshut-Achdorf werden neben der Ernährungs- und Diabetesberatung, der physiotherapeutischen und psychologischen Betreuung auch internistische Therapien wie die Platzierung eines Magenballons angeboten.

Der konservative Therapieansatz schließt Folgendes mit ein:

• Internistische Diagnostik
• Internistische Behandlung, z.B. Einsetzen eines Magenballons
• Professionelle Ernährungsberatung
• Professionelle Diabetesberatung
• Professionelle Betreuung der Diätversuche stationär oder in hausärztlicher Verantwortung
• Psychosomatische Therapie
• Psychologische Betreuung
• Einbindung in spezielle Sportprogramme
• Teilnahme an der Selbsthilfegruppe

Durch ein konsequent angewendetes Programm dieser Art kann eine Reduktion des Übergewichtes in der Regel von fünf bis zehn Prozent erreicht werden.

In Landshut-Achdorf werden neben der Ernährungs- und Diabetesberatung, der physiotherapeutischen und psychologischen Betreuung auch internistische Therapien wie die Plazierung eines Magenballons angeboten.

Adipositaschirurgie

Folgende chirurgische Verfahren werden im Adipositaszentrum Landshut angeboten:

• Magen-Bypass
• Schlauchmagen
• Magenband
• Plastische Chirurgie im Anschluss an eine erfolgreiche umfassende Adipositasbehandlung

Bei der Adipositaschirurgie kommt in der Regel die so genannte Schlüssellochchirurgie bzw. minimal-invasive Chirurgie zum Einsatz. Durch die Schlüssellochchirurgie können über kleine Schnitte mit Hilfe einer hochauflösenden Kamera der Zugangsweg zum Körper klein und damit auch Komplikationen gering gehalten werden.

Ein herausragendes Merkmal des Adipositaszentrums Landshut-Achdorf ist unter anderem auch die große Erfahrung im Bereich der minimal-invasiven Chirurgie. Dies beweist auch die Zertifizierung „Kompetenzzentrum für minimal-invasiven Chirurgie“, die bescheinigt, dass bei minimal-invasiven Eingriffen qualitativ höchste Standards erfüllt werden. Die Güte der Auszeichnung zeigt sich unter anderem darin, dass in der gesamten Bundesrepublik bisher nur 50 Chirurgische Kliniken diese Zertifizierung erhalten haben.


Ausschlaggebend für den langfristigen Operationserfolg ist die Nachbetreuung der Patienten in einem interdisziplinären Team.

Die Erfolgsquote der konservativen Therapie bei einem BMI größer 40 ist fünf bis zehn Prozent.
Die Erfolgsquote der chirurgischen Therapie liegt bei 40 bis 80 Prozent; d.h. durch ein konsequent angewendetes Programm dieser Art kann eine Reduktion des Übergewichtes von 40 bis 80 Prozent erreicht werden.

Wichtig ist dabei immer: Die Eigenmotivation der Patienten muss hoch sein.

Für wen kommt die Behandlung in Frage?

Adipositas bedeutet Fettleibigkeit / Fettsucht. Die Definition erfolgt über den sogenannten "Body-Mass-Index" (BMI). Dieser beschreibt das Verhältnis von Körpergewicht zu Körpergröße.

BMI-Berechnung:
BMI = Körpergewicht : (Körpergröße)²  /  [Einheit kg/m²]

Bei einem BMI größer als 25 kg/m² spricht man von Übergewicht,
ab einem BMI von größer als 30 kg/m² von Adipositas Grad I.
Von einem Normalgewicht spricht man bei einem BMI von 18,5 bis 24,9 kg/m².

Bei der individuellen Beratung und Behandlung von Adipositaspatienten darf jedoch nicht alleine das Körpergewicht im Vordergrund stehen. Wichtig ist auch die Motivation, das heißt Sehnsüchte und Wünsche des Patienten. Zu klären ist ebenfalls die Frage, ob der Patient mit den Folgen des Eingriffes umgehen kann und die langfristige Nachbehandlung gewährleistet ist. Die Bewertung der möglichen Eigenverantwortung und der Motivation ist zum Beispiel besonders auch für die Auswahl der Patienten für das Magenband wichtig. Die Ärzte und Therapeuten im Adipositaszentrum Landshut beurteilen daher nicht nur die Höhe des BMI.

Ein gutes Ergebnis ist zu erwarten, wenn

• in der Vorgeschichte mehrfache relevante Gewichtsabnahmen (mehr als 15 Kilogramm) umgesetzt wurden
• nicht das Abnehmen, sondern das Halten eines niedrigen Gewichtsniveaus über Jahre das Problem ist
• der Patient Eigeninitiative zeigt

Ob eine Adipositas-Operation das geeignete Verfahren ist, wird gemeinsam in einer Sprechstunde besprochen.

Behandlungsablauf

Der operierende Chirurg entscheidet zusammen mit dem Patienten über das geeignete Operationsverfahren. Um eine Stoffwechselstörung auszuschließen, findet zusätzlich eine internistische Untersuchung statt. Weiterer obligatorischer Bestandteil vor jeder Operation ist ein Gespräch mit Diplom-Psychologin Diana Gallmeier sowie mit den Ernährungsberaterinnen.

Weitere Informationen können Sie gerne mit dem Team des Adipositaszentrums Landshut klären: Die Kontaktdaten

 

Ärzte, Pflegekräfte, Ernährungsberaterinnen, Physiotherapeuten, eine Psychologin
und die Gründerinnen der Selbsthilfegruppe arbeiten eng zusammen.